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Psychosomatik

An dieser Stelle sei noch einmal kurz gebündelt und aufgelistet, inwiefern die Seele - die Tiefe unseres menschlichen Seins, unser „innerer Mensch“ - unsere Gesundheit beeinflusst und welche Faktoren krank machen. Schon unsere Sprache verrät diese Zusammenhänge: Jemand ist „vor Gram niedergebeugt“, ihm ist „eine Laus über die Leber gelaufen“, es ist ihm „auf den Magen geschlagen“, er wird „rot vor Wut“, sie leidet unter „tödlicher Langeweile“, oder sie „schwitzt vor Angst“, etwas geht uns „an die Nieren“, oder „es bricht uns das Herz“.

Durch gegenwärtige oder frühere emotionale Konflikte kommt es zur Beschwerdebildung - mit oder ohne körperlich nachweisbarem „Befund“. Wir leiden unter so genannten psychosomatischen Störungen (körperlich- seelisch-soziale Wechselwirkungen), und manchmal zeigen sich dabei regelrecht organische Veränderungen, wie z. B. beim Magengeschwür. Der Grund ist unser von unserer Seele abhängiges Immunsystem. Es arbeitet pausenlos, insbesondere nachts, um Krankheitserreger abzuwehren. Wie eine wachhabende Polizei sitzen die Abwehrzellen - die im Knochenmark zusammen mit den roten Blutkörperchen und den Blutplättchen gebildet werden – überall auf der Lauer, in den Nasenschleimhäuten, in den Mandeln, im Rachen, in den Luftwegen und im Dünndarm.

Auch in der Blutbahn und in den Lymphgefäßen kreisen solche „Polizisten“, die neben angreifenden Viren und Bakterien auch kranke Körperzellen vernichten, indem sie die Feinde erkennen, fressen und verdauen. Die Abwehrzellen können Fremdes und Körpereigenes aufgrund ihres im Organismus gespeicherten Informationsprogrammes genau erkennen - was bei Organtransplantationen oder Blutübertragungen natürlich von Nachteil ist -, aber unser ansonsten ständig von unaufhörlichen Außenangriffen bedrohtes Leben rettet. Allerdings können sie durch verschiedene Irritationen auch Körpereigenes als „fremd“ wahrnehmen; das führt zu Autoimmunerkrankungen“ wie z. B. entzündlichem Rheuma und Multipler Sklerose.

Auf Konflikte oder Störungen reagiert der Körper mit Krankheitssymptomen, die der Organismus wie Signale, Kontrolllämpchen oder Alarmzeichen aussendet: als Aufforderung, die Störungen zu beseitigen. Symptome sind also nichts anderes als notwendige „Stoppschilder“ und auch wenn sie (wie Schmerzen) lästig sind, ist es verkehrt, sie einfach mit Tabletten beseitigen zu wollen. Das Symptom ist nicht die Krankheit! Sie sitzt tiefer und sollte nur „ganzheitlich“ behandelt werden. „Ganzheitlich“ heißt:

Nicht nur der Körper, auch die Seele braucht Hilfe. Wenn nämlich die Seele immer wieder negativem Stress ausgesetzt ist wie z. B. Angst, Ärger, Enttäuschung, Verzweiflung, Hass, Resignation, Unzufriedenheit, etc., dann werden Stresshormone von den Hormondrüsen erzeugt, die das Herz- Kreislauf-System belasten und die Immunabwehr schwächen. Dabei ist ANGST der Hauptfaktor aller neurotischen Störungen und Konflikte (Angst vor Katastrophen, Angst vor Krankheit, Angst vor Versagen, Angst vor der Angst).

Angst fördert unter anderem die Gerinnung des Blutes; sie führt dazu, dass sich die Arterien verengen und das Blut stärker zur Verdickung neigt. Kommen dann noch andere Risikofaktoren wie z.B. Bluthochdruck dazu, drohen handfeste Krankheiten, vielleicht sogar Herzinfarkt, die häufigste Todesart der westlichen Welt. Bluthochdruck kann durch einen bestimmten, schon dem Kind eintrainierten Lebensstil zum Ausdruck kommen. Zu solch einem schädigenden, das Herz und den Kreislauf negativ belastenden Lebensstil kommen bestimmte krankheitsfördernde Kindheitserfahrungen, die hier kurz angedeutet werden sollen: Durch besondere Leistungen wollte das Kind Aufmerksamkeit und Liebe von den Eltern erlangen.

Es ist viel kritisiert und enttäuscht worden, kennt nicht das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Es jagt uneinholbaren Vorbildern hinterher, will besser als andere sein, will „es der Welt zeigen“ und Geld und Erfolg erringen. Es fühlt sich zu rastloser Tätigkeit angespornt, treibt sich an mit Aufputschmitteln - und die Angst vor Versagen ist mehr und mehr in seine Seele einprogrammiert.

Wer klagen und weinen kann, gibt seinen Schmerzen eine Stimme und entlastet die Seele. Meistens aber wird (zumindest von Erwachsenen) Schmerz nur verdrängt oder betäubt, wodurch Krankheitssymptome auftreten, die zur Umkehr rufen. „Hör auf mit dem Stress!“, ruft die gemarterte Seele. „Lass deinen Ärger los, trenn dich von deinem falschen Ehrgeiz, Perfektionismus, Leistungsdruck und deiner Panik, wenn es nicht nach deinem Kopf geht!

Ändere deine Lebenseinstellung -kehr um!“ Umkehr meint: das Leben mit anderen Augen sehen, andere Schwerpunkte setzen, positiv Aufbauendes in Herz und Gemüt, in Blutkreislauf und Abwehrsystemzellen hineinlassen - nämlich Zuversicht, Lebensfreude, Zufriedenheit und Dankbarkeit. Solche Lebensgrundstimmung stärkt das Immunsystem, und dadurch können dann Krankheiten wieder besser abgewehrt werden. Die folgenden Beiträge von Ärzten und anderen therapeutischen Fachleuten bestätigen die obigen Ausführungen und verweisen auf das Gebet als wirksame Hilfe zur heilenden Umkehr.

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